Preisspannen am Markt
Wer nach „WordPress Wartung Kosten“ sucht, findet Zahlen von unter 10 € bis zu mehreren Hundert Euro im Monat. Das wirkt beliebig, hat aber Gründe: Hinter demselben Wort „Wartungsvertrag“ stecken sehr unterschiedliche Leistungen. Manche Pakete spielen einmal im Monat automatisch Updates ein, andere enthalten tägliche Backups, Firewall, Monitoring und ein festes Stundenkontingent für Änderungen.
Damit Sie eine belastbare Orientierung haben, haben wir die Preisseiten von 13 deutschsprachigen Anbietern selbst gelesen und alle 35 dort genannten Wartungspakete ausgewertet. Es handelt sich um eine Stichprobe öffentlich genannter Preise, Stand September 2026. Sie ist nicht repräsentativ für den gesamten Markt, zeigt aber gut, in welchem Rahmen sich Angebote bewegen. Anbieternamen nennen wir bewusst nicht.
| Kennzahl (Monatspreis, netto) | Ergebnis der Stichprobe |
|---|---|
| Günstigstes Einstiegspaket | 9,90 € |
| Teuerstes Einstiegspaket | 129 € |
| Median der Einstiegspakete | 33 € |
| Spanne aller 35 Pakete | 9,90 € bis 449 € |
| Median aller Pakete | 50 € |
| Mittlere Hälfte aller Pakete | rund 30 € bis 99 € |
| Mindestlaufzeit 12 Monate im Einstiegspaket | bei 5 von 13 Anbietern |
| Monatlich kündbar | bei 5 von 13 Anbietern |
| Einmalige Einrichtungsgebühr | bei 1 von 13 Anbietern |
Wichtig beim Vergleichen: Fast alle Anbieter der Stichprobe nennen Nettopreise, also zuzüglich 19 % Mehrwertsteuer. Ein Einstiegspaket für 33 € netto kostet eine Privatperson oder einen Kleinunternehmer ohne Vorsteuerabzug tatsächlich 39,27 €. Der Median aller Pakete von 50 € netto entspricht 59,50 € brutto. Achten Sie deshalb immer darauf, ob ein Preis „zzgl. MwSt.“ oder „inkl. MwSt.“ gemeint ist.
Auffällig ist auch, wie stark der Leistungsumfang bei ähnlichen Preisen schwankt. Im Einstiegssegment reichen die Backup-Intervalle von monatlich bis täglich, und die Updates kommen je nach Anbieter einmal pro Woche oder nur einmal im Monat. Ein niedriger Preis ist also nicht automatisch ein gutes Angebot, und ein hoher Preis nicht automatisch ein besseres.
Kurz gesagt: Die mittlere Hälfte der Einstiegspakete in unserer Stichprobe kostet zwischen rund 17 € und 60 € netto im Monat. Deutlich teurere Pakete enthalten meist Arbeitszeit für Inhaltsänderungen, schnellere Reaktionszeiten oder zusätzliche Sicherheitsleistungen.
Was den Preis bestimmt
Wenn Sie zwei Angebote nebeneinanderlegen, lohnt sich ein Blick auf die folgenden Stellschrauben. Sie erklären den Großteil der Preisunterschiede, die in der Stichprobe sichtbar wurden.
Update-Frist und Update-Rhythmus
Der wichtigste Punkt ist, wie schnell Updates nach Erscheinen eingespielt werden. Ein Paket, das einmal im Monat aktualisiert, lässt eine bekannte Sicherheitslücke im schlechtesten Fall mehrere Wochen offen. Kürzere Fristen bedeuten mehr Arbeit für den Dienstleister, weil er Updates laufend beobachten und zeitnah einspielen muss. Das schlägt sich im Preis nieder.
Fragen Sie außerdem, ob Updates nur automatisch durchlaufen oder ob vorher die Kompatibilität geprüft und danach die Website kontrolliert wird. Warum das einen Unterschied macht, erklärt unsere Checkliste für WordPress-Updates.
Backup: Häufigkeit, Speicherort und Aufbewahrung
Beim Backup zählen drei Dinge: wie oft gesichert wird, wo die Sicherung liegt und wie lange sie aufbewahrt wird. Ein Backup auf demselben Server wie die Website hilft wenig, wenn genau dieser Server ausfällt oder kompromittiert ist. Ein externer Speicherort ist deshalb der eigentliche Wert.
Die Aufbewahrungsdauer wird oft unterschätzt. Wird ein Angriff erst nach einigen Wochen bemerkt, nützen nur Sicherungen, die älter als der Angriff sind. Viele Anbieter begrenzen außerdem den Speicherplatz und berechnen zusätzlichen Speicher extra. Das ist fair, sollte aber im Angebot klar stehen.
Firewall und Monitoring
Einige Pakete enthalten die Einrichtung und Pflege einer Firewall, Malware-Scans oder eine Überwachung der Erreichbarkeit. Andere beschränken sich auf Updates und Backups. Wer eine Firewall nur einmal installiert und danach nicht mehr pflegt, hat wenig davon, denn auch Firewall-Regeln und -Plugins brauchen laufend Updates.
Mindestlaufzeit
In der Stichprobe verlangten 5 von 13 Anbietern im günstigsten Paket eine Laufzeit von 12 Monaten. Ein niedriger Monatspreis mit Jahresbindung kann in Summe teurer sein als ein etwas höherer Preis ohne Bindung, wenn Sie die Leistung nach wenigen Monaten nicht mehr brauchen. Rechnen Sie deshalb immer die Gesamtkosten über die Mindestlaufzeit aus.
Einrichtungsgebühr
Einmalige Gebühren für die Einrichtung, einen Technik-Check oder eine Erstanalyse sind in unserer Stichprobe selten, kommen aber vor. Sie stehen oft nicht direkt beim Monatspreis, sondern weiter unten auf der Seite oder erst im Angebot. Fragen Sie gezielt danach.
Online-Shops
Ein WooCommerce-Shop hat mehr Plugins, mehr Daten und ein höheres Risiko, dass ein fehlerhaftes Update Bestellungen oder Zahlungen stört. Viele Anbieter verlangen für Shops deshalb eigene, teurere Pakete. Bei uns kostet die Wartung eines WooCommerce-Shops dasselbe wie die einer normalen WordPress-Website.
Reaktionszeiten und Servicezeiten
Wie schnell reagiert der Anbieter, wenn etwas nicht funktioniert? Und gilt diese Zeit rund um die Uhr oder nur werktags? Eine Reaktionszusage ohne Angabe der Servicezeiten ist schwer zu vergleichen. Kürzere Reaktionszeiten und Bereitschaft am Wochenende treiben den Preis deutlich nach oben.
Was ausgeschlossen ist
Mindestens so wichtig wie die Leistungsliste ist die Liste der Ausschlüsse. Typisch sind: Inhaltspflege, Programmierung, neue Funktionen, Lizenzkosten für Premium-Plugins, Hosting-Probleme und die Bereinigung nach einem Angriff. Manche Pakete enthalten ein kleines Stundenkontingent für solche Arbeiten, das oft am Monatsende verfällt. Was darüber hinausgeht, wird nach Stundensatz berechnet.
Selbst machen, Freelancer, Agentur oder Wartungsvertrag?
Grundsätzlich gibt es vier Wege, eine WordPress-Website technisch aktuell zu halten. Welcher passt, hängt davon ab, wie viel Zeit Sie haben, wie gut Sie sich mit WordPress auskennen und wer im Ernstfall handeln soll. Die folgende Übersicht bleibt bewusst qualitativ, weil Stundensätze und Pauschalen regional und je nach Umfang stark schwanken.
| Weg | Kosten | Zeitaufwand für Sie | Verantwortung |
|---|---|---|---|
| Selbst machen | Kein Honorar, aber eventuell Kosten für Backup- oder Sicherheits-Plugins und Speicherplatz | Hoch: regelmäßig Updates prüfen, einspielen, testen, Backups kontrollieren | Vollständig bei Ihnen, auch wenn ein Update die Seite lahmlegt |
| Freelancer auf Zuruf | Meist nach Stunden oder Einzelauftrag, schwer planbar | Mittel: Sie müssen daran denken, den Auftrag zu erteilen | Geteilt: der Freelancer für seine Arbeit, Sie für den Zeitplan |
| Agentur | Häufig im oberen Bereich der Spanne, oft mit Stundenkontingent und Mindestlaufzeit | Gering, sofern ein fester Vertrag besteht | Beim Anbieter im Rahmen des Vertrags |
| Wartungsvertrag | Fester Monatspreis, gut planbar | Gering: Updates und Backups laufen ohne Ihr Zutun | Beim Anbieter im Rahmen der vereinbarten Leistungen |
Selbst machen ist die günstigste Variante, solange nichts schiefgeht. Der eigentliche Preis ist Ihre Zeit und das Risiko, ein Update aufzuschieben. Wer eine Website nebenbei betreibt, merkt oft erst nach Monaten, dass sich Dutzende Aktualisierungen angesammelt haben.
Ein Freelancer auf Zuruf ist flexibel, aber die Wartung passiert nur, wenn jemand sie anstößt. Eine Agentur übernimmt mehr Verantwortung, bündelt dafür aber oft Leistungen, die Sie nicht brauchen. Ein reiner Wartungsvertrag konzentriert sich auf den technischen Betrieb und ist deshalb meist günstiger als ein Agenturpaket mit Inhaltspflege. Einen ausführlichen Vergleich der Leistungsbausteine finden Sie im Ratgeber Website-Wartung.
Worauf Sie bei Angeboten achten sollten
Mit dieser Checkliste können Sie Angebote für einen WordPress-Wartungsvertrag schnell vergleichen. Nicht jeder Punkt muss erfüllt sein, aber jeder sollte im Angebot oder in den Vertragsbedingungen klar beantwortet werden.
- Brutto oder netto? Steht beim Preis „zzgl. MwSt.“, kommen 19 % hinzu. Für Privatpersonen und Kleinunternehmer ohne Vorsteuerabzug ist nur der Bruttopreis aussagekräftig.
- Versteckte Kosten: Gibt es eine Einrichtungsgebühr, Aufpreise für Premium-Plugins, Shops oder zusätzlichen Backup-Speicher? Was kostet eine Stunde Arbeit außerhalb des Pakets?
- Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist: Wie lange sind Sie gebunden, mit welcher Frist können Sie kündigen, und verlängert sich der Vertrag automatisch? Reicht eine E-Mail zur Kündigung?
- Update-Frist: Innerhalb welcher Zeit werden Core-, Plugin- und Theme-Updates eingespielt? Wird die Kompatibilität vorher geprüft und die Website danach kontrolliert?
- Backup-Speicherort: Liegt die Sicherung extern, also nicht auf demselben Server wie die Website? Wie oft wird gesichert und wie lange aufbewahrt?
- Wiederherstellung: Ist die Wiederherstellung aus einem Backup im Preis enthalten, und wie schnell erfolgt sie?
- Was bei einem Hack passiert: Übernimmt der Anbieter die Bereinigung und Ursachenanalyse, und wenn ja, zu welchen Kosten? Oder stellt er nur ein sauberes Backup wieder her? Beides ist legitim, Sie sollten es aber vorher wissen. Was im Ernstfall zu tun ist, beschreibt unser Ratgeber WordPress gehackt: Was tun?.
- Servicezeiten: Gelten Reaktionszeiten rund um die Uhr oder nur werktags zu Bürozeiten? Wie sieht es an Feiertagen aus?
- Ansprechpartner: Erreichen Sie eine feste Person, oder läuft alles über ein Ticketsystem?
- Ausschlüsse: Welche Arbeiten sind ausdrücklich nicht enthalten? Diese Liste ist oft aufschlussreicher als die Leistungsliste.
Ein seriöses Angebot verspricht außerdem nicht, dass Ihre Website nie gehackt werden kann. Regelmäßige Wartung senkt das Risiko deutlich, ausschließen kann es niemand. Seien Sie vorsichtig bei Formulierungen, die absolute Sicherheit versprechen.
Unser Preis: 21,99 € inkl. MwSt.
Der Wartungsvertrag „WordPress Update by Schönfelder EDV“ kostet 21,99 € pro Monat und WordPress-Website, inklusive Mehrwertsteuer. Netto entspricht das 18,48 €. Damit liegt der Preis auch netto deutlich unter dem Median der Einstiegspakete in unserer Stichprobe (33 € netto), obwohl die Update-Frist kürzer ist als bei vielen Paketen mit monatlichem Rhythmus. Es gibt keine Einrichtungsgebühr und keine Mindestlaufzeit.
Was im Monatspreis enthalten ist
- Wöchentliches Backup auf externen Speicher, 1 GB inklusive, jedes weitere GB 1 € im Monat, Aufbewahrung der letzten 4 Wochen.
- WordPress-Core-Updates innerhalb von 48 Stunden nach Erscheinen (innerhalb der Servicezeiten Mo–Fr 8–18 Uhr, nicht an Feiertagen in Sachsen), mit Kompatibilitätsprüfung vorher und Funktionsprüfung danach.
- Plugin-Updates innerhalb von 48 Stunden nach Erscheinen (innerhalb der Servicezeiten Mo–Fr 8–18 Uhr), ebenfalls mit Prüfung vorher und nachher.
- Theme-Updates innerhalb von 48 Stunden nach Erscheinen (innerhalb der Servicezeiten Mo–Fr 8–18 Uhr), mit Kontrolle der Darstellung danach.
- Firewall-Konfiguration: einmalige Einrichtung eines Firewall-Plugins.
- Firewall-Wartung: laufende Updates und tägliches Monitoring.
- Homepage-Analyse: einmalig zum Start.
- Wiederherstellung aus dem letzten sauberen Backup in unter 24 Stunden (innerhalb der Servicezeiten Mo–Fr 8–18 Uhr).
WooCommerce-Shops warten wir zum selben Preis. Die Wartung erfolgt per Fernwartung deutschlandweit, in Dresden auf Wunsch auch mit persönlichem Termin vor Ort, siehe WordPress-Wartung in Dresden. Wie die Updates im Detail ablaufen, beschreibt die Seite zum WordPress-Update-Service.
Was nicht enthalten ist
- Bereinigung von Schadsoftware und Ursachenanalyse nach einem Angriff
- Inhaltspflege, also Texte, Bilder oder neue Unterseiten
- Programmierung und neue Funktionen
- Hosting: Ihre Website bleibt bei Ihrem Hosting-Anbieter
Auch wir können nicht zusagen, dass eine Website nie gehackt wird. Was wir zusagen, sind feste Fristen für Updates und die Wiederherstellung aus einem externen Backup. Die technische Wartung ersetzt außerdem keine Rechtsberatung: Datenschutzerklärung, Impressum und branchenrechtliche Pflichten bleiben bei Ihnen oder Ihrer Rechtsberatung.
Rechenbeispiel
Angenommen, Ihr Backup ist 3 GB groß. 1 GB ist im Preis enthalten, die zwei weiteren GB kosten je 1 € im Monat.
| Posten | Pro Monat | Pro Jahr |
|---|---|---|
| Wartungsvertrag inkl. 1 GB Backup | 21,99 € | 263,88 € |
| 2 GB zusätzlicher Backup-Speicher | 2,00 € | 24,00 € |
| Summe inkl. MwSt. | 23,99 € | 287,88 € |
Der Jahreswert ist ohne den kostenlosen ersten Monat gerechnet. Umgerechnet auf den Tag sind das beim Grundpreis etwa 0,72 € (21,99 € × 12 ÷ 365), mit 3 GB Backup etwa 0,79 €. Einrichtungsgebühren oder Aufschläge für Shops kommen nicht hinzu. Bevor wir den Speicher aufstocken, sagen wir Ihnen Bescheid.
Gratismonat, Verlängerung und Kündigung
Der erste Monat ist kostenlos. In dieser Zeit richten wir die Wartung ein, analysieren Ihre Website und spielen die ersten Updates ein. Vor Ablauf des Gratismonats erinnern wir Sie per E-Mail.
Kündigen Sie nicht innerhalb des Gratismonats, läuft der Vertrag automatisch weiter und kostet ab dem zweiten Monat 21,99 € pro Monat inkl. MwSt. Wenn Sie nicht weitermachen möchten, genügt vorher eine kurze E-Mail. Nach dem Gratismonat können Sie mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende kündigen, ohne Mindestlaufzeit. Die Kündigung ist per E-Mail oder über unsere Seite Verträge hier kündigen möglich. Die Einzelheiten stehen in unseren AGB.
Mehrere Websites? Der Preis gilt pro WordPress-Website. Ab der zweiten Seite erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot. Für andere Systeme wie Typo3 oder Contao fragen Sie bitte bei Schönfelder EDV an.
Wann sich ein Wartungsvertrag lohnt
Ein Wartungsvertrag ist kein Muss für jede Website. Ob er sich lohnt, hängt weniger vom Preis ab als davon, was ein Ausfall oder ein Angriff für Sie bedeuten würde.
Er lohnt sich meist, wenn
- Ihre Website Anfragen, Buchungen oder Bestellungen bringt und ein Ausfall Umsatz kostet,
- Sie Kundendaten über Formulare oder einen Shop verarbeiten,
- Sie keine Zeit oder keine Lust haben, sich jede Woche um Updates zu kümmern,
- die Website von einer Agentur erstellt wurde, die sich nicht mehr um sie kümmert,
- viele Plugins im Einsatz sind, deren Updates sich gegenseitig beeinflussen können.
Selbst machen kann reichen, wenn
- Sie sich mit WordPress gut auskennen und Updates regelmäßig selbst einspielen,
- Sie eine funktionierende externe Backup-Lösung haben und die Wiederherstellung schon einmal getestet haben,
- die Website rein privat ist und ein Ausfall von einigen Tagen kein Problem wäre.
Eine einfache Überlegung hilft bei der Entscheidung: Rechnen Sie aus, wie viele Stunden Sie im Jahr für Updates, Tests und Backups aufwenden, und bewerten Sie diese Zeit mit Ihrem eigenen Stundensatz. Dazu kommt das Risiko, dass ein aufgeschobenes Update zu einem Angriff führt. Ein Wartungsvertrag für rund 264 € im Jahr ist in vielen Fällen günstiger als die eigene Zeit, und er sorgt dafür, dass die Wartung auch in stressigen Wochen passiert.
Hinweise zu den Anforderungen einzelner Branchen finden Sie in der Übersicht nach Branchen. Alle Leistungen im Überblick sehen Sie auf der Startseite, den Preis mit allen Bedingungen im Preisbereich.